In der Musik vereint

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VON SUSANN SALZMANN, 17.12.2013
 
 
Das Gymnasium und die Kreismusikschule in Querfurt wollen weiter eng kooperieren. Unter anderem wird eine Zusammenarbeit der jeweiligen Chöre von Musikschule und Gymnasium angestrebt. Außerdem wird eine neue Schülerband aus der Taufe gehoben.

Musikschulleiter Josef Simeth (li.) und der Schulleiter des Querfurter Gymnasiums, Ralf Walzebok, besiegelten mit Unterschrift und herzlichem Händedruck die Fortsetzung des Kooperationsvertrages mit wesentlichen Neuerungen.   QUERFURT/MZ. Der Handschlag, den sich Josef Simeth, Leiter der Querfurter Kreismusikschule, und Ralf Walzebok, Rektor des Querfurter Gymnasiums, geben, soll die Fortsetzung einer Gewinn bringenden Kooperation besiegeln. Genau 150 Gymnasiasten werden aktuell in der Musikschule gefordert und gefördert. „Das ist rund jeder vierte Schüler unseres Gymnasiums“, bestätigt der Direktor und führt diese Beteiligung gleichzeitig als gewichtigen Grund für eine noch engere Zusammenarbeit beider Institutionen an.
Musikschulleiter Josef Simeth (li.) und der Schulleiter des Querfurter Gymnasiums, Ralf Walzebok, besiegelten mit Unterschrift und herzlichem Händedruck die Fortsetzung des Kooperationsvertrages mit wesentlichen Neuerungen. (BILD: SUSANN SALZMANN)
 

Angestrebt werde unter anderem eine Zusammenarbeit der jeweiligen Chöre von Musikschule und Gymnasium. Das unterstreiche letztlich auch die Profilbildung der künstlerisch-musikalischen Ausrichtung der Schule, sagt Walzebok.

Beide Parteien denken an ein gemeinsames Probelager, an gemeinsame Auftritte zu größeren Events wie „Querfurt singt“ oder dem Frühlingsfest – und natürlich daran, dass die Nachwuchsgewinnung dadurch erleichtert werde. Ab ihrem dritten, vierten Lebensjahr können sich die gesangsbegeisterten Kleinen im Vorschulchor der Musikschule einbringen, bevor sie ab der ersten Klasse in den Spatzen- oder später auch in den Kinderchor der Musikschule überwechseln können.

„Irgendwann sind die Kinder aber auch dafür zu groß. Sie können sich dann bei uns bestimmten Instrumentenensembles anschließen“, erklärt Simeth. Genau an dieser Stelle bietet der gymnasiale Chor der „Canto Kids“ unter Leitung von Annett Schmidt eine scheinbar ideale Lösung. Wer gern mit dem Gesang in einem Chor weitermachen möchte, kann als Fünft- oder Sechstklässler dann zum Chor des Gymnasiums wechseln. Und das alles ganz nahtlos und recht unproblematisch. „Hier können die Schüler bis zur Abiturstufe musizieren“, sagt Walzebok über den aktuell aus rund 50 Mitgliedern bestehenden Chor. Dass dieses Projekt Erfolg verspricht, da sind sich beide Akteure sicher.

Apropos Erfolg: Der Rektor des Querfurter Gymnasiums sieht darüber hinaus noch weit mehr musikalisches Potenzial in den beiden Häusern seiner Schule. Das soll nun erstmalig mit einer eigenen Schülerband zusätzlich verstärkt werden. Auf zu wenig Interessierte stoße das Vorhaben keinesfalls, meint der Direktor im Gespräch mit unserer Zeitung. Immerhin gebe es eine Vielzahl an Instrumentalisten. Von denen wie auch von Seiten des Schülerrats habe es in der Vergangenheit bereits Nachfragen zu einer Band gegeben, erzählt er.

Die Band soll künftig unter dem Namen des Gymnasiums musizieren. Die Finanzierung übernehme die Schule. Über den Förderverein gebe es da schon einige Möglichkeiten, äußert sich Walzebok lächelnd. Die Leitung der Gruppe soll in fachkundige Hände gelegt werden; kurzum in die Hände einer Lehrkraft der Musikschule. Josef Simeth hat da auch schon jemandem im Auge: Christoph Gaertner, studierter Gitarrist und Instrumentalpädagoge mit einer Vielzahl an Erfahrungen in Bands. Gaertners Bandkonzept hänge bereits jetzt im Schaukasten des Gymnasiums aus. Musikalisch ist die Richtung Jazz, Rock und Pop angedacht, resümiert Ralf Walzebok, der zuversichtlich ist, dass sich die neue Band spätestens im zweiten Schulhalbjahr gründen wird. Die Wunschvorstellung des Rektors geht aber noch ein bisschen weiter: Auch als Begleitung zum darstellerischen Programm der gymnasialen Theatergruppe könnte die Schulband musizieren. Mit der Musikschule habe man den richtigen Partner gefunden.
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