Farnstädterin im Bundesfinale von «Jugend musiziert»

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VON REGINA RETZLAFF, 10.05.2011
 
 
Die Sängerin Anna Karig aus Farnstädt erreichte das Bundesfinale "Jugend musiziert" in Neustrelitz als Beste des Landeswettbewerbes.

Sie bilden beim Wettbewerb Jugend musiziert ein Team: Sängerin Anna Karig (mitte) und ihre Klavierlehrerin Katrin Gebler (links) sowie Gesangslehrerin Jeannette Rack.   QUERFURT/FARNSTÄDT/MZ. Die 19-jährige Anna Karig pendelt mehrmals in der Woche zwischen ihrem Wohnort Farnstädt und Querfurt hin und her. Und in der Regel ist immer die Außenstelle der Kreismusikschule ihr Ziel. Hier geht sie seit ihrem vierten Lebensjahr ein und aus. "Man sagt, dass ich schon als Zweijährige bei Musik im richtigen Rhythmus mitgeklatscht habe. Und weil ich immer gesungen habe, hat mich Mama im Schiebchenchor der Musikschule angemeldet", erinnert sich Anna an ihre ersten Schritte in der musikalischen Ausbildung. Als sie sechs war, entschied sie: Ich will Klavier lernen! Und so geschah es. Vor sechs Jahren kam dann noch die Gesangsausbildung dazu.
Sie bilden beim Wettbewerb Jugend musiziert ein Team: Sängerin Anna Karig (mitte) und ihre Klavierlehrerin Katrin Gebler (links) sowie Gesangslehrerin Jeannette Rack. (FOTO: PETER WÖLK)
 

Und die hat sie nun sogar bis ins Bundesfinale des Wettbewerbs "Jugend musiziert" gebracht. Im Landesfinale holte sich die junge Sängerin mit 23 Punkten den 1. Preis. Und der berechtigt sie nun, am 12. Juni in Neustrelitz beim Bundeswettbewerb anzutreten. Darauf wird sie jetzt von ihrer Gesangslehrerin Jeannette Rack intensiv vorbereitet. Die ist, ebenso wie die Klavierlehrerin Katrin Gebler, seit diesem Schuljahr neu als Lehrkraft an der Schule in Querfurt. Katrin Gebler ist beim Wettbewerb auch die Begleiterin Annas am Klavier. "Anna hat eine sehr klangschöne, kräftige, große Stimme mit viel Potential", sagt Rack über ihren Schützling, der sich beim Wettbewerb mit sieben Stücken präsentieren wird.

Dabei ist "Die Dämmerung" von Fanny Hensel. "Das ist ein sehr schweres Stück", sagt Anna. Singen wird sie auch die Arie der Zerlina aus Mozarts Oper "Don Giovanni" und das Chanson ""Youkali" von Kurt Weill. "Ich liebe den klassischen Gesang", sagt die junge Farnstädterin, die auch daheim gerne und viel singt. Manchmal haben da sogar die Nachbarn etwas davon, schmunzelt sie. Deshalb ist kaum vorstellbar, dass sie in ihrer eng bemessenen Freizeit auch Hardcore-Musik hört.

Eigentlich könnten auch Annas Eltern, Ines und Steffen, mit ihr musizieren. Ihr Vater hat einmal Cello gespielt, ihre Mutter Gitarre und Flöte. "Aber dafür fehlt uns einfach die Zeit", sagt Anna, die demnächst ein Aufnahmegespräch an einer Berufsfachschule im bayerischen Cronach hat, wo junge Leute auf das Musikstudium vorbereitet werden. "Sie hat das absolut drauf und wird es schaffen", sagt Johanna Zanke, die Leiterin der Querfurter Musikschule voller Stolz auf ihre Schülerin.

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