Im Sommer wird umgezogen

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VON REGINA RETZLAFF, 17.01.2011
 
 
Im Pächterhaus haben die Handwerker tüchtig zu tun. Für den großen Saal wird eine extra Klimaanlage installiert.

Die Trockenbauer Rüdiger Täsch (links) und Andreas Dünkel verkleiden eine Wand.   QUERFURT/MZ. Das neue Domizil der Querfurter Musikschule nimmt langsam Gestalt an. Immerhin sollen in den Sommerferien dieses Jahres die Umzugswagen vom Döcklitzer Tor zur Burg rollen. Wenn das neue Schuljahr beginnt, werden die fast 700 Schülerinnen und Schüler ihr Haus der Musik in Besitz nehmen. Rund drei Millionen Euro investiert der Landkreis als Hausherr der Burganlage in den Umbau des Pächterhauses. Mehr als die Hälfte der Summe, 1,6 Millionen Euro, sind Eigenmittel, der andere Teil kommt aus dem Konjunkturpaket II.
Die Trockenbauer Rüdiger Täsch (links) und Andreas Dünkel verkleiden eine Wand. (FOTO: PETER WÖLK)
 

"Das mit dem Umzug wird sicherlich auch klappen", ist sich die Architektin des Landkreises, Antje Bauer, sicher. Zwar habe der Winter vor allem den Dachdeckern und den Putzern der Fassade einen Strich durch die Rechnungen gemacht. Beim Frost war immer wieder die Leitung des Putzsilos eingefroren. Doch der Verzug sei nicht so groß, als dass man ihn nicht wieder aufholen könnte. "Die Zimmerer sind fertig, alle Decken sind geschlossen", resümiert sie. Im künftigen großen Konzertsaal müssen jetzt Stahlträger eingebaut werden, die die Holzbalken abfangen. "Es sind doch einige tragende Wände entfernt worden, deshalb die Träger", hakt Wolfhard Hlady, Mitarbeiter im Bauamt der Kreisverwaltung und verantwortlich für die Bauarbeiten auf Burg Querfurt, ein. Seit Ende November gebe es eine Heizung im Haus, so dass die Trockenphasen unterstützt werden können. Unter dem Dach wird derzeit ein Lüftungsgerät für den großen Saal installiert. Damit wird in diesem Raum immer ein gutes Klima herrschen.

Die rund 900 Quadratmeter Fläche im Pächterhaus werden derzeit vor allem von den Trockenbauern beherrscht. Nachdem zunächst Wände verschwanden, werden sie nun wieder an anderer Stelle errichtet, so dass am Ende 16 Unterrichtsräume (sowie Verwaltungsräume, Sanitärbereiche, Lagerräume) entstanden sind. Viel altes Gebälk bleibt dabei aber erhalten. Ebenso die Treppe. Sie wird wieder aufgearbeitet.

Dort, wo einmal der Fahrstuhl installiert wird, kann man jetzt noch nach oben bis zum Dach schauen. "Wir werden in diesem Gebäude auch noch eine von außen zu erreichende öffentliche Toilette bauen und dazu eine Behindertentoilette. Die gibt es bisher auf der Burg nämlich noch nicht", erläutert Wolfhard Hlady.

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