Und weiter geht das Bauen

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VON REGINA RETZLAF, 31.05.2010
 
 
Nachdem die Dachsanierungsarbeiten abgeschlossen sind, wird das Pächterhaus umgebaut. Hier soll 2011 die Musikschule ihr neues Domizil erhalten.

Am Pächterhaus auf Burg Querfurt haben die Erdarbeiten begonnen. Das Haus wird saniert und neuer Sitz der Musikschule.   QUERFURT/MZ. Zuletzt wurden auf Burg Querfurt 530 000 Euro ausgegeben. Sie flossen in die Sanierung der Dächer von Fürstenhaus und benachbartem Brauhaus. Mit etwas Verspätung wegen des extremen Winters ist die Dachsanierung nun beendet. Die Baugerüste werden verschwinden.
Am Pächterhaus auf Burg Querfurt haben die Erdarbeiten begonnen. Das Haus wird saniert und neuer Sitz der Musikschule. (FOTO: PETER WÖLK)
 

Doch nur für kurze Zeit, denn das Bauen geht weiter. Noch vor dem Burgfest, das in zwei Wochen über die Bühne gehen wird, sollen die Erdarbeiten am Pächterwohnhaus, den Querfurtern auch als ehemaliger Sitz des Gesundheitsamtes bekannt, so weit fortgeschritten sein, dass die Festbesucher nicht behindert werden. In dieses Gebäude werden nun Dank des Konjunkturprogramms II drei Millionen Euro investiert, um daraus den neuen Sitz der Außenstelle Querfurt der Kreismusikschule zu machen. "Einige der insgesamt 22 Lose sind schon vergeben. So wie etwa die Dachdecker- und Zimmererarbeiten. Andere sind ausgeschrieben", ist von Antje Bauer, der Architektin des Landkreises, zu erfahren.

Begonnen wurde, wie schon gesagt, mit den Erdarbeiten und der Gebäudetrockenlegung. Es wird eine vertikale und horizontale Abdichtung vorgenommen, dazu werden Edelstahlbleche eingeschlagen, ist weiter zu erfahren. Es sei, so Bauer, eine große Herausforderung, denn zum ersten Mal werde auf der Burg ein ganzes Gebäude saniert. "Ziel ist es, fertig zu werden, wenn die Querfurter Musikschule 50. Geburtstag feiert. Und das ist schon 2011", hakt Landrat Frank Bannert (CDU) ein.

Um ein genaues Bild von der Aufgabe zu bekommen, wurden vor einiger Zeit schon Holzschutz- und restauratorische Gutachten erstellt. Das Kerngebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert, ansonsten sind verschiedene Epochen anzutreffen, erklärt Antje Bauer. "Die Gutachten haben uns nicht überrascht. Es sind schon ziemlich große Bauschäden zu beheben. So müssen wir einen Gebäudeteil regelrecht anheben. Erhalten wollen wir auch eine Stuckdecke, die vorhanden ist. Nicht erhalten können wir das Parkett. Das hat durch den langen Leerstand gelitten. Es wird aber wieder durch Parkettfußböden ersetzt."

Insgesamt wird die Musikschule künftig über mehr als 20 Unterrichtsräume verfügen. Dazu werden zwei Musiksäle entstehen. Ein Konzertsaal wird 120 Zuschauer fassen können. Einer wird für Ballettunterricht nutzbar sein. Es entsteht ein Technikbereich, wo Tonträger produziert werden. Im Keller wird zusätzlich eine Toilette für Besucher geschaffen.

Das alles sei durchaus angemessen, denn mit etwa 700 Schülern sei die Musikschule in Querfurt ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Landkreis, so Landrat Bannert. Man erwarte sich mit dem Umzug der Schule auf die Burg auch viele Synergieeffekte. Es wird dann noch mehr Leben auf der Burg herrschen. "Und wenn es aus allen Fenstern singt und klingt, dann freut das sicherlich auch die Besucher der Burg", blickt Bannert in die Zukunft.

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