Besonders und reizvoll

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VON REGINA RETZLAF, 10.07.2013
 
 
Die Bigband spielt am Freitagabend auf der Burg. Es gibt keine feste Besetzung, aber einen „Grundstock“ an Musikern.

Die Querfurter Bigband ist ein Ensemble der Burgmusikschule mit aktuellen und ehemaligen Schülern.   QUERFURT/MZ. Irgendwie ist so eine Bigband schon besonders. Und auch das Publikum, das zu Konzerten eines solchen Musikensembles kommt, scheint eher handverlesen. So sieht es zumindest Bernhardt Käss, der Chef der Bigband der Querfurter Außenstelle der Kreismusikschule.
Die Querfurter Bigband ist ein Ensemble der Burgmusikschule mit aktuellen und ehemaligen Schülern. (BILD: Musikschule)
 

Das Besondere sei aber auch das Reizvolle an einer solchen Band. Deshalb hat der passionierte Musiklehrer der Querfurter Burgmusikschule schon 1993, als er sein Lehramt in Querfurt aufnahm, damit begonnen, eine Band aufzubauen. „Wir haben sie parallel zum Blasorchester entwickelt“, erinnert er sich. Während das Blasorchester traditionelle Musik spielt, kann man in einer Bigband eine ganz andere Stilrichtung ausleben, kann improvisieren, andere Spieltechniken verwenden, freie Solos spielen. „Man kann Titel viel interessanter gestalten“, schwärmt Käss weiter.

Deshalb zieht es auch sowohl aktuelle Musikschüler als auch viele Ehemalige in diese Band. „Wir sind auch offen für andere Musiker“, sagt der Chef. So kommen zum Beispiel Mitglieder der „Roßbacher Musikanten“ hin und wieder zu Proben und Auftritten, weil es sie reizt, solche Musik zu machen. Und diese Proben finden an jedem Freitag für je eineinhalb Stunden in der Musikschule auf der Burg Querfurt statt. Neben den Blasinstrumenten, wie Saxophon, Posaune und Trompete, die einer Bigband den nötigen Sound bringen, gehört auch eine Rhythmusgruppe dazu. „Das sind vor allem meine Kaesslight-Leute, die mitwirken“, erzählt Bernhardt Käss, der es modern und vokalbetont liebt und selber viele Arrangements schreibt. „Ich brauche auch einen Pool von Leuten, am besten immer mehr, als dann beim Auftritt mitspielen. Da viele in verschiedenen Ensembles tätig sind, fallen sie hin und wieder auch einmal aus. Da ist es gut, wenn man nur zum Telefon greifen und einen anderen Mitspieler anrufen kann“, so Käss.

Besonders stolz ist der Bandleader, dass man auch ein eigenes Weihnachtsprogramm hat mit dem Titel „Winter-Wonderland“. Und dass man nach der Musik der Querfurt Bigband auch tanzen kann. „Das ist schon ziemlich ungewöhnlich, zeichnet uns aber aus und macht uns besonders.“

Wer sich einmal vom Können der Band überzeugen will, der sollte morgen, am 12. Juli, auf die Burg Querfurt kommen. Ab 19 Uhr spielen die jungen Leute um die beiden Frontfrauen Karen Gensow und Teresa Puschky Titel aus ihrem recht umfangreichen Repertoire. Schon ab 15 Uhr wird das Sommerfest der Musikschule mit vielen Knüllern öffentlich gefeiert.

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