„Zeichnen muss man können“

zurück zur Übersicht
VON REGINA RETZLAF, 17.07.2013
 
 
Die Malschülerin der Querfurter Burgmusikschule Victoria Bredy hat mit ihrer Kunstmappe den Sprung an die Universität in Leipzig geschafft. Dort will die 18-Jährige Kunst und Sport auf Lehramt studieren. Die Kunstmappe für die Bewerbung in Leipzig hat sie im Malkurs der Querfurter Musikschule angefertigt.

Victoria Bredy (rechts) und ihre Kursleiterin Mariana Lepadus waren ein Jahr lang ein gutes Gespann.   QUERFURT/MZ. Victoria Bredy hat gerade ihr Abitur „gebaut“ und nun zieht es die 18-Jährige weg aus der kleinen Stadt Querfurt in die große weite Welt. Nach Leipzig geht es. Studieren will sie dort - Kunst und Sport auf Lehramt. Die Zusage dafür hat sie sozusagen schon in der Tasche.
Victoria Bredy (rechts) und ihre Kursleiterin Mariana Lepadus waren ein Jahr lang ein gutes Gespann. (BILD: MARCO JUNGHANS)
 

Dass das so ist, verdankt Victoria in großem Maße auch der Querfurter Musikschule. Hierhin hat sie es nämlich in der 11. Klasse verschlagen. Genau gesagt in den Malkurs von Mariana Lepadus, den die dort für Kinder und Jugendliche und für Erwachsene anbietet. „Mir war klar, dass ich für die Bewerbung zum Studium an der Uni Leipzig unbedingt eine Kunstmappe anfertigen muss. Alleine hätte ich das nicht geschafft, denn sie muss bestimmte Themen und Techniken beinhalten. Aber meine Mama hatte von dem Malkurs gehört und so kam ich her“, erzählt die junge Frau, die Leichtathletik, Volleyball und Badminton als Lieblingssportarten angibt.

In kürzester Zeit hat Victoria in enger Zusammenarbeit mit Frau Lepadus eine Mappe zusammengestellt, die bei der Aufnahmeprüfung in Leipzig präsentiert werden konnte. Mit dieser Mappe und dazu einer sehr guten praktischen Prüfung hat die junge Querfurterin an der Universität Leipzig überzeugt. „Ohne Frau Lepadus hätte ich das alles nicht geschafft“, sagt Victoria, die nun auch Abschied genommen hat von ihrem Malkurs an der Burgmusikschule.

„Vicky ist einfach auch sehr talentiert“, beschreibt Mariana Lepadus die junge Frau. Sie sei eine sehr gute Zeichnerin. „Malen kann man lernen, zeichnen muss man können“, so die freischaffende Eislebener Kunst- und Kirchenmalerin, die die beiden Kurse in der Querfurter Außenstelle der Kreismusikschule seit einigen Jahren leitet. „Victoria kann Sachen ganz schnell umsetzen, sie ist sehr ehrgeizig und sie weiß, wohin sie will. Das ist heute sehr wichtig“, unterstreicht Mariana Lepadus, die für die künftige Gymnasiallehrerin Victoria Bredy „die beste Lehrerin überhaupt“ war.

Und sie kann das gut einschätzen, denn beide Eltern sind Lehrer in Querfurt. „Ohne sie hätte ich das alles wahrscheinlich auch nicht gepackt. Sie haben mich in jeder Hinsicht unterstützt“, sagt Victoria, die ihren Wunsch, Lehrerin zu werden, schon seit der 8. Klasse hatte. „Anfang der 11. Klasse stand es schließlich felsenfest.“ Und so wird eine Familientradition fortgesetzt, auch wenn nach dem Studium vielleicht erst einmal ein Auslandsjahr angehängt wird.

DESIGN BY WEB-KOMP