„Trompetenfüchse“ sind beim Burgfest dabei

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VON REGINA RETZLAF, 13.06.2013
 
 
In der Außenstelle Querfurt der Kreismusikschule gibt es viele Ensembles. Die „Trompetenfüchse“ sind eines davon. Chef der Gruppe ist Josef Simeth. Beim Burgfest am Freitagabend haben sie einen Auftritt.

Die „Trompetenfüchse“ der Querfurter Burg-Musikschule mit ihrem Leiter Josef Simeth (hinten Mitte).   QUERFURT/MZ. Trommeln erklingen und Trompeten erschallen - kreuz und quer zieht eine kleine Schar junger Musikanten im Gleichschritt über den Burghof in Querfurt. Es sind Musikschulleiter Josef Simeth und seine „Trompetenfüchse“, die für ihren Auftritt beim Burgfest, das am Freitagabend beginnt, noch einmal üben.
Die „Trompetenfüchse“ der Querfurter Burg-Musikschule mit ihrem Leiter Josef Simeth (hinten Mitte). (FOTO: PETER WÖLK)
 

„Unsere Gruppe ist entstanden nach dem Umzug der Schule auf die Burg. Damals haben wir marschieren geübt für den Festumzug durch die Stadt. Und danach haben mich die Kinder gefragt, ob wir das nicht weitermachen könnten. Sie hatten Spaß und Lust dazu“, erzählt der 28-jährige Josef Simeth, der auch der Trompetenlehrer ist. Und so gibt es die „Trompetenfüchse“ seit knapp zwei Jahren als eines der zahlreichen Ensembles der Querfurter Burg-Musikschule.

Und weil Füchse schlau sind, aber auch weil die Trompetenschule „Der Trompetenfuchs“ heißt, kam einer der Schüler auf die Idee mit dem Namen. „Vielleicht können wir uns den ja auch auf ein T-Shirt drucken“, schlägt Thomas vor. Der zehnjährige Querfurter bestätigt, dass das Trompetenspiel viel Spaß macht. Und schwer zu lernen sei das Instrument auch nicht, versichert Fabian, der 13 ist und aus Steigra zum Üben nach Querfurt kommt. Wenn Auftritte anstehen, so wie am Freitag beim Burgfest, dann üben die „Füchse“ einmal pro Woche. Wenn das Wetter mitspielt auch gerne auf dem Burghof. Ansonsten trifft sich die Gruppe, zu der 14 Mitglieder gehören, zweimal im Monat. „Jeder hat ja auch noch individuell Unterricht bei mir“, so Simeth. Und dieser und jener lernt zudem noch ein weiteres Instrument zu spielen, ist weiter vom jungen Schulleiter zu erfahren, den seine Schüler als tollen Lehrer bezeichnen. „Der passt gut zu uns. Er ist immer locker, das fetzt“, so die Meinung der sieben- bis 13-Jährigen über den gebürtigen Bayer.

Sieben ist die kleine Lilly aus Farnstädt, die damit das Küken der „Trompetenfüchse“ ist. Schon „gestandene“ Trompeter sind Fabian und Oliver mit ihren 13 Lenzen. „Wir nutzen die Füchse-Ausbildung auch, um den Nachwuchs für das Blasorchester zu finden“, hakt Josef Simeth noch einmal ein. Lena und Natalie zum Beispiel haben den Sprung in dieses Orchester bereits geschafft.

Üben ist die eine Seite der Ausbildung. Manche tun das auch daheim. Entweder mit der eigenen Trompete oder man leiht sie sich in der Musikschule aus. Aber Auftritte sind sozusagen das Salz in der Suppe eines Musikers. „Mit unserem Weihnachtsprogramm treten wir zum Beispiel im Altenheim oder beim Weihnachtszauber auf der Burg auf“, so der „Füchse“-Chef. Aber die jungen Trompeter waren auch schon zweimal beim Internationalen Kinderchorfestival in Halle dabei. Sie sind dort vor den Chören hermarschiert und haben mit ihrer Musik auf die kleinen Sängerinnen und Sänger aufmerksam gemacht, die dann ihre Auftritte in der Öffentlichkeit hatten.

"Arbeit mit Musik tut gut und macht Spaß. Sie stärkt das Selbstbewusstsein, schult die Ausdauer und macht stark", sagt Johanna Zanke. Lilly Marie jedenfalls ist durch das Trompetenspiel aufgeweckter und mutiger geworden. So hat sie sich ganz freiwillig angeboten, beim Weihnachtsmarkt ihrer Grundschule auftreten zu wollen.

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